Sherlock Holmes – Tod im Nebel

Frelichtbühne Bökendorf (2024)

Von Jürgen von Bülow,
inspiriert von den Romanen Arthur Conan Doyles

Premiere am 22. Juni 2024

Regie: Stephan Rumphorst

mit dem Ensemble der Freilichtbühne Bökendorf

Photos: Jonas Fromme & Brakel News

Infos und Karten gibt es hier

Und hier geht es zum Trailer

Pressestimmen

"Gäbe es einen Preis für das beste Bühnenbild der deutschen Freilichttheatersaison, müsste die Freilichtbühne Bökendorf unbedingt nominiert werden. Ausgehend von dem Setting, London um das
Jahr 1920, hätte man große angemalte Bretterwände in britischer Häuserfrontoptik erwartet. Vielleicht noch ein Kulissenmodell der Towerbridge als besonderer Blickfang. Doch das Team der Bökendorfer Kulissenbauabteilung (...) ist genau den gegenteiligen Weg gegangen und hat einfach nur auf einem Stahlgerüst Fenster und Türen angedeutet, dabei aber so detailliert und filigran gearbeitet, als säße das Publikum direkt davor, um jeden Pinselstrich akribisch zu beurteilen. Man könnte es auch
einfach Liebe zum Detail nennen. (...) Mit „Sherlock Holmes – Tod im Nebel“ hat Regisseur Stefan Rumphorst aus Warburg Hochspannung ins Hasenholz gebracht. Vom Premierenpublikum am Samstag ist die diesjährige Abendinszenierung frenetisch gefeiert worden. Rumphorst setzt eine fesselnde Story in Szene und zeichnet gleichzeitig ein Sittengemälde der Verwerfungen des frühen Kapitalismus. Davon zeigte sich auch Autor Jürgen von Bülow (67) begeistert, der extra aus Stuttgart zur Premiere nach Bökendorf gekommen war. (...) Die Hauptrolle des Sherlock Holmes spielt in Bökendorf Friedrich Ströhmer
mit viel Selbstironie und regelrecht comichafter Slapstick-Gestik. Mit Bühnenpartner Maik Hünnefeld als Dr. Watson liefern sie sich unterhaltsame Wortgefechte. Immer wieder steigern sich auch kleine Nebenrollen zu großen Auftritten, wie der von Ensemblemitglied Vanessa Versen, die als Nachtclubsängerin hinreißend den ESC-Hit „Rise like a Phoenix“ schmettert, während auf der anderen Bühne ein Mord geschieht. Insgesamt 40 Akteure zwischen 16 und 73 Jahren wirken an der Aufführung mit."

(Neue Westfälische)

"Die Freilichtbühne Bökendorf erlebte ein ausverkauftes Haus und das Publikum war begeistert von der Inszenierung der spannenden Krimi-Komödie, die von Regisseur Stephan Rumphorst und seiner Regieassistentin Henriette Becker von der Freilichtbühne Bökendorf auf die Bühne gebracht wurde. Inspiriert von den Romanen Arthur Conan Doyles, spielt das Stück jedoch nicht im 19. Jahrhundert, sondern Anfang des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt um das Jahr 1905. (...) Das 38-köpfige Ensemble überzeugte mit einer fesselnden Darstellung, hochwertigen Kostümen und einer Handlung, die sowohl spannend als auch humorvoll ist. Das Stück ist für die ganze Familie geeignet und auch Kinder ab dem
net. (...) Die Premiere von „Sherlock Holmes - Tod im Nebel“ war ein beeindruckender Auftakt für die diesjährige Theatersaison der Freilichtbühne Bökendorf und ein Genuss für alle Fans des berühmten Detektivs und spannender Kriminalgeschichten."

(Höxter News)

"Kriminaltango in der Taverne? Den braucht man im Kreis Höxter nicht, denn auf der Freilichtbühne Bökendorf schwingt die „brühende Spannung“ auch ohne ihn schon so stark, dass man meint, es im Gebälk des Tribünendaches und im nahen Hasenholz knistern zu hören. Und Schuld daran hat ein gewisser Sherlock Holmes, der sich nach einem mysteriösen Mord im Nebel eines Varieté -Theaters in einem gefährlichen Netz aus Intrigen, Geheimnissen und Täuschungen wiederfindet.

Zunächst schaut alles zwar noch recht harmlos aus, doch dann muss Mister Holmes sogar um sein Leben fürchten und den Kampf gegen eine böse Welt aufnehmen. Helfen kann ihm da nur noch seine außergewöhnliche Spürnase und die seltene Gabe, ein wenig in die Zukunft zu blicken. Mehr muss zum Inhalt dieser zum Beginn des 20. Jahrhunderts in London spielenden Kriminalgeschichte wohl nicht gesagt werden, denn den meisten Menschen werden die Namen Sherlock Holmes, Dr. Watson und Inspektor Lestrade noch im Ohr klingen. (...) Ähnlich dürfte es bald auch mit den Namen der Akteure sein, die im Programmheft der Freilichtbühne Bökendorf zur diesjährigen Aufführung aufgelistet sind. Sie werden den
Premierengästen in Erinnerung bleiben, denn ihre Träger beeindruckten allesamt mit großartigen schauspielerischen Leistungen, mit brillanter Mimik und einer in allen Spielszenen überzeugenden Gestik. Der Begriff professionell gilt ebenso für die Regie, die Choreografie, für die Bühnenbildner und alle diejenigen, die für Kostüme, Schminke und Technik verantwortlich zeichnen. Gemeinsam ist es ihnen gelungen, das Theaterstück „Tod im Nebel“ so zu inszenieren, dass es für die Zuschauenden von der ersten bis zu letzten Szene spannend bleibt. Besonders reizvoll sind die Gags und die amüsanten Wortklaubereien, die für Begeisterung sorgen und kräftige Lacher produzieren. Das Fazit: Die Bökendorfer Freilichtbühne wird ihrem hohen Anspruch in dieser Saison erneut gerecht. Sie ist einer der großen Kulturträger im Kulturland Kreis Höxter und einer der Publikumsmagneten in der Region.
Und mit den klassischen Kostümen sowie der gestelzten Sprache des beginnenden 19.
Jahrhunderts tragen Sherlock Holmes und Co. in diesem Sommer sogar noch einen Hauch
von britischer Aristokratie ins beschauliche Ostwestfalen. Bökendorf, das kann man mit Fug
und Recht behaupten, ist auch in dieser Theatersaison mehr als nur eine Reise wert. (...)
Großartige schauspielerische Leistungen!"

(Westfalen-Blatt)

„Figuren mit Charme, Witz und Eigensinn – so kennen und lieben Stammgäste ihre Freilichtbühne, und auch das Holmes-Ensemble weiß, wie es zu begeistern hat. Wer von der Literatur-Figur hört, mag an Nüchternheit denken und eine trockene Art erwarten, doch die Figuren erweisen sich allesamt als spritzig und lebhaft, und manchmal auch so gar nicht nüchtern. Sherlock selbst sticht dabei hervor, der sich das Leben, das ihm von seiner eigenen Genialität wohl vergällt wird, gern auch mal mit diversen Drogen erheitert. Er ist ein verschrobener Charakter, charakterstark dargestellt von Friedrich Ströhmer, der sichtlich Spaß an seiner dezent verqueren Rolle hat. Mitunter ist er, wie er gern betont, seiner Zeit auch weit voraus, etwa mit Taschenlampe und Tupper-Ware. Ihm zur Seite steht natürlich Dr. Watson (Maik Hünnefeld), der sogenannte Straight Man zum querschießenden Holmes, mit dem er sich wunderbar scharfzüngig die Bälle zuwirft.
Generell, es ist ein spannender Krimi-Fall, aber auch eine Komödie. Und da sich der Mord in einem Theater abspielt, in welches gut betuchte Herrschaften ihre Ehefrauen eher nicht mitnehmen, darf man sich zugleich auch auf tolle Songs und Tanzeinlagen freuen.
Keineswegs schwere Kost also – es geht locker und beschwingt durch den Abend, aber natürlich auch mit der nötigen Portion Spannung und Drama.“

(Ostwestfalen-Zeitung)